NZZ: «Frauen haben oft mehr Spass am Schiessen»

19.02.2024 | Presse

Im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) spricht CEO Martin Eerhard über die hohe Nachfrage nach Indoor-Schiessanlagen, den Einfluss der globalen Sicherheitslage, wie sich seine Kundschaft zusammensetzt und warum private Schiesskeller immer beliebter werden.

 Einer, der [die schwarzen Zahlen] schon geschafft hat, ist Martin Eerhard, der CEO der Swiss Shooting Group AG. 2015 hat auch er klein angefangen. Damals konnte er einen kleinen Schiesskeller in Schinznach übernehmen, modernisierte ihn und baute ihn aus. Das Geschäft lief so gut, dass er 2019 in Spreitenbach eine grosse Anlage aufbaute mit zwölf statischen Bahnen und einer dynamischen. Seine Firma beschäftigt inzwischen zwanzig Leute und zählt 42 000 registrierte Kunden. «Pro Monat kommen 600 bis 800 neue dazu», sagt Eerhard.

  

Er beobachte durchaus einen gewissen Boom, sagt Eerhard. «Ich glaube, die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine haben die Leute zum Nachdenken gebracht. Das Sicherheitsthema ist wichtiger geworden.» Er selbst hält es für eine schlechte Idee, Waffen zum Selbstschutz zu kaufen. Das versuche man auch den Kunden zu vermitteln. Der sportliche Aspekt solle im Vordergrund stehen.

 

In Spreitenbach trainieren auch Sicherheitskräfte, die meisten seien aber Privatkunden. Auffällig ist dabei: Etwa 70 Prozent ihrer Kunden seien zwischen 21 und 40 Jahre alt. Und über 30 Prozent seien Frauen. «Wir haben früh damit begonnen, uns um weibliche Kundschaft zu bemühen.» Sie hätten entsprechende Gutscheine auf Geschenkplattformen lanciert. «Es kamen sehr viele Pärchen, und oft hatten die Frauen mehr Spass als die Männer.»

 

Und gerade die junge Kundschaft schätze ihr Modell. «Man muss sich bei uns nicht in einem Verein engagieren. Man bucht, schiesst, zahlt und geht wieder. So oft oder selten, wie man will.»